Wegen Leo-Endtopf kein TÜV

Alles was noch mit der G650X - Serie zu tun hat.
mab
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Re: Wegen Leo-Endtopf kein TÜV

Beitrag von mab » 11.10.2020, 14:09

Hi,

die KTM390/der Topf der 390er ist ja auch unter anderen Bedingungen homoligiert worden und hat weniger Abgasvolumen!

Die großen KTM´s stehen mit über 100dB in den Papieren, die Xen mit 87db!!

Der originale Topf der X´en war ja von der Lautstärke und dem Sound nicht schlecht. Nur ist er so schwach konstruiert, dass der nach kurzer Zeit kaputt geht (Konstruktionsfehler) und sich leider nicht sinnvoll instandsetzen läßt.

Da bleibt nur ein Zubehörtopf.

Da diese aber alle nicht mit der Prallblechtechik und "Umleitung des Abgasstromes" arbeiten, sind sie lauter. Da hilft auch ein Einschubkat oder eine ähnliche Konstruktion nur wenig (1-3 dB).

Ein Einzylinder produziert einen gepulsten Abgasstrom mit großem Volumen (650cm3 bei den Xen) und niedriger Frequenz. Dies führt zwangsweise zu einem gewehschußartigen Abgasgeräusch.
Ein 4 Zylinder mit gleichem Hubraum hat nur ein Viertel dieses Volumens je Takt/Zylinders, jedoch mit höherer Takfrequenz.
Daraus resultiert eine völlig anderes Geräusch, welches sich viel leichter dämpfen läßt und anders "gehört" wird.

Mir wäre es auch lieber, es gäbe einen leiseren Topf.

Jedoch wird wohl kein Hersteller einen neuen Topf wie den Originalen für unserer Xen herstellen, da es an der wirtschaftlich sinnvollen Grundlage fehlt.

Oder würde jemand von euch 1500-2000 EUR für einen neuen Topf investieren (zuzüglich fraglicher Einzelabnahme)?

MlG
MAB
G650X FAQ: http://www.g650x-forum.bmw-motorrad-por ... f=4&t=5694 , Danke Doppio!

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qtreiber
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Re: Wegen Leo-Endtopf kein TÜV

Beitrag von qtreiber » 11.10.2020, 18:21

mab hat geschrieben:
11.10.2020, 14:09
Der originale Topf der X´en war ja von der Lautstärke und dem Sound nicht schlecht. Nur ist er so schwach konstruiert, dass der nach kurzer Zeit kaputt geht (Konstruktionsfehler)
gibt es dazu Erfahrungen bei welcher Km-Leistung dies durchschnittlich der Fall ist? Meine Gelbe hat rund 35.000 Km auf dem Tacho.


mab hat geschrieben:
11.10.2020, 14:09
Da bleibt nur ein Zubehörtopf.
Da diese aber alle nicht mit der Prallblechtechik und "Umleitung des Abgasstromes" arbeiten, sind sie lauter. Da hilft auch ein Einschubkat oder eine ähnliche Konstruktion nur wenig (1-3 dB).
zumindest 3 dB sollten sich gut bemerkbar machen. Passen müsste ein 50er-Kat.


Gestern habe ich den DB-Eater aus dem Leo einmal ausgebaut, es ist die lange Version montiert. Mehr, z. B. ein zusätzliches Siebrohr, geht auf den ersten Blick aus Platzmangel dort nicht.
VG
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treelo
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Re: Wegen Leo-Endtopf kein TÜV

Beitrag von treelo » 11.10.2020, 18:49

gibt es dazu Erfahrungen bei welcher Km-Leistung dies durchschnittlich der Fall ist? Meine Gelbe hat rund 35.000 Km auf dem Tacho.
Naja, nicht gerade repräsentativ, aber zumindest eine kleine Übersicht:
viewtopic.php?f=5&t=7713

Falls es bei deiner X auftreten sollte, anscheinend merklicher Leistungsverlust und Scheppern im ESD hörbar.

Grüße Stephan
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Re: Wegen Leo-Endtopf kein TÜV

Beitrag von inti » 11.10.2020, 19:12

Ganz so stimmt die Sache auch nicht. Ich habe eine lange Zeit den Bos mit Katalysator und dB Eater gefahren. Der ist leiser als das Original. Deswegen habe ich den dann irgendwann ohne dBEater gefahren. Handelt sich bei dem Auspuff um einen Reflexionsdämpfer.
Fahre jetzt den SR Racing Titan mit dBEater und finde den perfekt vom Klang. Auch das Aussehen stimmt für mich. Habe das Zwischenrohr ohne Katalysator vom Bos genommen. Damit hat er die original Befestigung am Rahmen und steht hinten nicht soweit raus.


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Re: Wegen Leo-Endtopf kein TÜV

Beitrag von Doppio » 11.10.2020, 20:31

Danke für das BOS-Update, Inti! Der wird allerdings (und leider) auch nicht mehr gebaut, wie mein Sebring.
Kreiselkräfte! Ich sehe Kreiselkräfte!...
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Re: Wegen Leo-Endtopf kein TÜV

Beitrag von g650-muc » 12.10.2020, 18:56

mab hat geschrieben:
11.10.2020, 14:09

die KTM390/der Topf der 390er ist ja auch unter anderen Bedingungen homoligiert worden und hat weniger Abgasvolumen!
Mir ging es um was anderes:
Im Stadtverkehr oder wenn ich vom Hof fahre, mache ich ja nicht solche Stunts wie bei der Fahrgeräuschmessung (egal ob EUR3 oder EUR4) und auch nicht wie bei der Standgeräuschmessung (halbe Nenndrehzahl ohne Last).
Vielmehr habe ich soviel Drehzahl wie nötig, damit der Motor rund läuft und knapp über Standgas, weil selbst bei 50 km/h gerade mal 4PS von 44 bzw. 53 PS benötigt werden.
Natürlich ist das Bopp, Bopp, Bopp bei der 650er prägnanter.
Bewege ich aber die X mit 3000/min (geschätzt) oder die KTM mit 4000/min (abgelesen), hört sich die KTM trotz höherer Drehzahl subjektiv leiser an, und zwar erheblich. Die nominalen 3dB Unterschied im Standgeräusch sind da viel weniger als der subjektive Eindruck.
Gruß
Richard

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Re: Wegen Leo-Endtopf kein TÜV

Beitrag von g650-muc » 12.10.2020, 19:05

Doppio hat geschrieben:
11.10.2020, 13:43
Ok, für alte Modelle (nicht nur unsere Xen) wird es dergleichen nicht geben. Was nicht heißen soll, dass ich so etwas nicht kaufen würde...
mab hat geschrieben:
11.10.2020, 14:09

Oder würde jemand von euch 1500-2000 EUR für einen neuen Topf investieren (zuzüglich fraglicher Einzelabnahme)?
Die Zubehör ESD kommen ja auf den Markt, wenn die Maschinen neu am Markt sind und richten sich an Käufer, die einen "anderen Sound" wollen.
Hätte ich mir gerade eine (fast) neue Maschine mit ebenso neuem ESD gekauft hätte ich keinen Grund, dazu noch einen anderen Topf zu kaufen.
Ich hab ja einen und der ist sogar schon angebaut und "eingetragen".
Einzige Ausnahme: Die Krawallbüchse wäre mir zu laut und es gibt was leiseres (Beispiel Hattech von oben).

Anders sieht die Situation natürlich aus, wenn man für eine alte Maschine keine Teile mehr bekommt. Ich persönlich tendiere in so einer Situation zum Verkauf. Leider hänge ich schon auch an der XCo. ;-)
Gruß
Richard

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Re: Wegen Leo-Endtopf kein TÜV

Beitrag von g650-muc » 12.10.2020, 19:10

treelo hat geschrieben:
11.10.2020, 18:49

Naja, nicht gerade repräsentativ, aber zumindest eine kleine Übersicht:
viewtopic.php?f=5&t=7713
danke, hab mich (XCo) gleich eingetragen. Für die XCh darf ich nicht, da unter 10000km verkauft.
Gruß
Richard

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Re: Wegen Leo-Endtopf kein TÜV

Beitrag von qtreiber » 22.10.2020, 22:30

Heute bin ich mit der Gelben endlich mal wieder eine etwas längere Tour gefahren. MIT dem Originalauspuff. Zumindest an meinem Motorrad ein himmelweiter Unterschied zu dem zu lauten Leo. Der Motor läuft deutlich ruhiger, runder und hat mehr Kraft aus den Ecken raus. Ebenso fällt die Drehzahl beim Anhalten bzw. kurz vor dem Anfahren nicht mehr in den Keller und der Motor geht deshalb, auch wenn es selten war, nicht mehr aus. Der Sound von dem Originalendtopf ist leiser und gefällt mir besser.


Leo - nein Danke, für mich möglichst nicht mehr.

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VG
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Re: Wegen Leo-Endtopf kein TÜV

Beitrag von Doppio » 22.10.2020, 22:36

Ist doch bekannt, dass der Originaldämpfer mit am besten an den Motor angepaßt ist.

Tolle Bilder! Danke fürs Mitnehmen!
Kreiselkräfte! Ich sehe Kreiselkräfte!...
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