Batterie LiFePo4

Alles was die Technik der G650X - Moto - Country - Challenge betrifft.
xirado
Beiträge: 163
Registriert: 03.01.2010, 13:57
Motorrad: G650X Challenge
Wohnort: Herdecke

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von xirado » 11.12.2018, 10:26

hatte eine Hawker PC 310 Betterie drin, hat sechs einhalb Jahre gehalten. Was ich enttäuschend fand bei 140€. Bin jetzt wegen der drei Kilo Gewichtsunterschied auf Le - XX umgestiegen mal sehen wie lange die hält. Habe 65€ bezahlt und musste die Batterie anpassen da es 4AH hat und ein paar MIllimeter zu groß war.
Gruss xirado

Holger1
Beiträge: 51
Registriert: 08.12.2018, 06:04
Motorrad: XCountry 2018

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von Holger1 » 11.12.2018, 11:20

Reinblei: 140€/6,5J = 21Euro pro Jahr. Kann aber auch 9 Jahre halten. Hat mit Abstand die besten Produkteigenschaften, bis auf den Gewichtsnachteil.

Billigbatterie: 45€ / 2J = 22,50Euro pro Jahr, hält selten länger, manchmal aber doch...

Li-Io: 95€/4J = 23,75Euro pro Jahr, wenn es doof läuft sogar eher mehr, weil die Batterie nicht so lange hält und für den Winterbetrieb ist sie nicht wirklich geeignet. Der größte Vorteil ist das Gewicht.

Bedeutet im Normal fall gehen die Kosten für eine Batterie nicht sonderlich weit auseinander.
Es hat eher was mit der Zuverlässigkeit und der Produkteigenschaft zu tun welche man haben möchte.
Da Punktet die Reinbleibatterie ganz klar. Deshalb würde ich mich auch für eine Reinbleibatterie entscheiden.
Bester Startstrom, beste Kalteigenschaften, lange Lebensdauer.

ryna
Beiträge: 245
Registriert: 15.09.2014, 23:54
Motorrad: XChallenge

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von ryna » 11.12.2018, 11:41

Aufgrund der Unterspannungsproblematik unserer X-en wäre „Bester Startstrom“ mein zündendes Argument beim Batteriekauf.
Was hilft das eingesparte Kilo Gewicht, wenn der Stromspender zwar noch den Starter dreht, aber nicht mehr das erforderliche halbe Volt zum Funkenübersprung der Zündkerzen liefert?
Bild

Andreasmc
Beiträge: 1499
Registriert: 12.09.2014, 23:57
Motorrad: XCountry,XChallenge

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von Andreasmc » 11.12.2018, 20:51

Wobei der CCA (EN) bei 240 A bei der EXIDE Li-Ion ein recht guter Wert ist, eine "normale! AGM nur bei 190A.

Hört sich für mich gut an...

Grüße Andreas
Wer mit Ungeheuern kämpft, muss zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird.

ryna
Beiträge: 245
Registriert: 15.09.2014, 23:54
Motorrad: XChallenge

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von ryna » 11.12.2018, 21:30

Probiers aus. Ich habe meine LI-Ion Experimentierphase an der Multistrada absolviert.
Bild

Andreasmc
Beiträge: 1499
Registriert: 12.09.2014, 23:57
Motorrad: XCountry,XChallenge

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von Andreasmc » 26.12.2018, 09:19

Morgen,
es tut sich da einiges in letzter Zeit bzgl. Lifepo4 Akkus. Bosch und Exide springen auf den Lifepo4 Zug auf und verkaufen solche Akkuzellen immer mehr, auch für Motorräder.
Beim Poloshop gibt es die Shido seit längerer Zeit, anscheinend haben die dort gute Erfahrungen gemacht.
Die Shido Batterie mit Bluetooth finde ich eine interessante Ausführung, damit lässt sich die Batterie per Smartphone auslesen.
Mal sehen was die Zeit auf diesem Gebiet noch bringt, zur Zeit ist ja die Akkufrage ganz oben.
Grüße Andreas
Wer mit Ungeheuern kämpft, muss zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird.

g650-muc
Beiträge: 521
Registriert: 10.08.2009, 21:24
Wohnort: München

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von g650-muc » 26.12.2018, 14:00

Holger1 hat geschrieben: Es hat eher was mit der Zuverlässigkeit und der Produkteigenschaft zu tun welche man haben möchte.
Da Punktet die Reinbleibatterie ganz klar. Deshalb würde ich mich auch für eine Reinbleibatterie entscheiden.
Bester Startstrom, beste Kalteigenschaften, lange Lebensdauer.
bei Fahrzeugen die im Winter nicht bewegt werden, ist es wichtig eine Reinbleibatterie *vor* dem Winter ganz aufzuladen.
Ich habe das einmal nach der ersten Saison nicht gemacht, und im nächsten Frühjahr war die Batterie hinüber.
War dann also 100 EUR pro Saison.
Gruß
Richard

Benutzeravatar
Hummel
Beiträge: 71
Registriert: 11.04.2010, 18:32
Wohnort: Stormarn bei Hamburg
Kontaktdaten:

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von Hummel » 19.02.2019, 12:10

Hallo,

ich klinke mich mal hier ein, weil es ebenfalls um LiPo geht. Ich hatte für meine xCo herade eine LpO gekauft, weil die alte schwächelte. Mit der xCh hatte ich eigentlich gute Erfahrungen mit einer Lithiumbatterie gemacht, aber eben erst seit gut zwei Jahren. Nun schwächelt das Louis-Produkt ebenfalls. Obwohl sie während der Fahrt geladen wird, muss man nach dem Abstellen erst etwas warten, bis die Volzahl wieder hoch genug ist. Kann ich mir für LiPO nicht erklären. Nach Rückfrage beim Verkäufer sagte der, dass LiPo Batterienen einen höheren Ladestrom (14,4 Volt) benötgen, weil sie sonst nie voll geladen werden. Vorher war ich davon ausgegangen, dass sie schonenend geladen werden sollen. Die Aussage war zudem verbunden mit dem Hinweis, dass die Motorräder (also die Lima, bzw. Steuerung) vielleicht nicht für Lithiumbatterien geeignet sind.
Wäre schön, wenn dazu jemand Klärendes beitragen könnte.
Danke im voraus
Rolf
Auch im Norden gibt's Dreck

mab
Beiträge: 366
Registriert: 21.12.2013, 19:10
Motorrad: XCountry ´08

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von mab » 19.02.2019, 13:23

Hi,

normalerweise sollte eine LiPo-Batt. fürs Moto mit der LiMa+Regler zurechtkommen.

Ein guter LiPo hat eine Lade-Elektronik verbaut, welche das regelt. z.B. SHIDO.

Bei deiner LiPo kann es sein, dass die" Balance" nicht mehr stimmt.

Ein LiPo hat immer das Vielfache von 3,7V (7,4V; 11,1V usw.) und besteht daher aus einem, zwei, drei usw. Paketen.
Wenn nun ein Lipo-Paket nicht voll geladen ist, aber wegen des Erreichen der Ladeschlußspannung der Regler im Moto abschaltet, verliert die Batt. an Leistung/Spannung.
Daher müssen die Lipo-Pakete untereinander "balanciert" werden, damit alle die gleiche Leistung/Spannung haben.

Wenn ein LiPo-Paket voll geladen ist, hat es ca. 4,2 V.
Ergo: 4,2V + 4,2V + 4,2V=12,6V

Ist ein Paket nicht voll geladen: 4,2V + 3,6V + 4,2 V= 12V

Mit etwas Glück kannst du deine LiPo-BAtt. im ausgebauten Zustand mit einem externen Ladegerät für Lipo´s wieder auf Kurs bringen.

MlG
MAB
G650X FAQ: http://www.g650x-forum.bmw-motorrad-por ... f=4&t=5694 , Danke Doppio!

G650XCountry Mod. ´09

Benutzeravatar
Hummel
Beiträge: 71
Registriert: 11.04.2010, 18:32
Wohnort: Stormarn bei Hamburg
Kontaktdaten:

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von Hummel » 19.02.2019, 13:36

Danke für die fixe Antwort und die Bestätigung, dass die x-en und LiPo zusammenpassen.
Bei der Voltzahl hat das xCo-Display bei der neuen Batterie 11,8 und 12 Volt angezeigt, mein Voltmeter hat allerdings 13,2 V gemessen. Beides komisch.
Welches Ladegerät ist empfehlenswert. Ich habe nur eines, auf dem steht, dass es grundsätzlich auch für Lithium gehen würde ist, aber kein spezielles. Lädt mit 14,4 und dann abnehmender Voltzahl.
VG
Rolf
Auch im Norden gibt's Dreck

Benutzeravatar
davhoffi
Beiträge: 149
Registriert: 15.07.2014, 20:33
Motorrad: BMW G450X

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von davhoffi » 19.02.2019, 18:07

Vorsicht Leute, hier im Thread geht es um LiFePo4 Zellen.

Das sind keine LiPos. Die Ladeschlussspannung bei LiFePo4 liegt bei 3,6V.
Du kommst also mit einem Paket aus 4! Zellen auf 14,4V Ladeschlussspannung.
Das ist auch das, was dein Laderegler machen sollte, da es bei Säure/Blei/AGM/GEL... auch 14,4V sind.

Wie oben beschrieben ist das bei LiPo Zellen anders. Diese haben eine Ladeschlussspannung von 4,2V, was es mit deinem Motorrad problematisch macht, da der Laderegler eben nicht auf 12,6V Ladeschlussspannung bei 3 Zellen bzw. 16,8V bei 4 Zellen ausgelegt ist!
Gruß David

mab
Beiträge: 366
Registriert: 21.12.2013, 19:10
Motorrad: XCountry ´08

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von mab » 19.02.2019, 21:01

Hi,

unabhängig ob LiPo oder LiFePo,
der Laderegler des Moto und die zugehörige Ladekurve ist auf Blei-Akku (Gel, AGM, etc.) ausgelegt.

Jeder LiPo oder LiFePo benötigt eine eigene Ladeelektronik intern, sonst geht das nicht.

Besonders der Ausgleich zwischen den Pakten (3 oder 4), also das Balancing, ist sehr wichtig. Das kann kein herkömmlicher Laderegler eines Moto, da er ja nur auf 2 Pole mit Gesamtspannung/Strom und nicht jedes einzelne Paket zugreifen kann.

Auch die übliche Ladeschlußspannung eines Pb-Akku -Reglers ist nicht entscheidend, wenn eine Ladeelektronik (BMS) im LiPo-Akku oder LiFePo-Akku verbaut ist. Die Ladeelektronik kann auch aus 14V "16V" machen, wenn nötig, da die Pakete einzeln angesteuert werden.

Die einzelnen Pakete sind bei modernen Li(Fe)PO von Extern auch i.d.R. nicht ansteuerbar, da alles verkapselt ist.

Nur der "Desulfatierungsmodus" von externen Blei-Akku-Ladegereäten, wecher mit höheren Stromstößen und Spannung über 16V arbeitet, ist nicht für Li(Fe)Po geeignet.



siehe auch:

https://batterie24.de/Shido-Lithium-Mot ... X14-BS-12V

und

https://www.afam.com/de/elektrizitaet/s ... batterien/

und

www.shop.hs-motoparts.com/downloads/SHIDO_FAQ.pdf


MlG
MAB
G650X FAQ: http://www.g650x-forum.bmw-motorrad-por ... f=4&t=5694 , Danke Doppio!

G650XCountry Mod. ´09

Hansen
Beiträge: 425
Registriert: 21.10.2008, 21:53
Motorrad: G650X Challenge
Wohnort: Berlin

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von Hansen » 23.12.2020, 06:41

Guten Morgen zusammen,
Technik frage an die wissenden:
Worin besteht der Unterschied zwischen den beiden Batterien von JMT außer den 5A weniger Kältestrom der HJTX14 und den knapp 20€ Preisunterschied?

https://www.motomike.eu/de/search/HJTX1 ... cle/434501

https://www.motomike.eu/de/search/HJTz1 ... cle/434509

Schöne Grüße und schöne Weihnachten allerseits!

Benutzeravatar
treelo
Beiträge: 1127
Registriert: 14.08.2011, 23:48
Motorrad: Dual XCh/Mo+07'XCo

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von treelo » 23.12.2020, 11:34

Reine Verkaufsstrategie oder eventuell aktuelleres Produkt?
Wenn man auf der Seite in der Fahrzeugsuche unser Modell angibt und nach Batterien schaut,
wird lediglich die teurere Variante als Auswahl angezeigt.
Googelt man nach Shido und G650X,
werden die gleichen Daten der günstigeren Variante ausgespuckt.
Auf ein neueres (Nachfolge?)Produkt lässt die höhere JM-Nr. und das etwas geringere Gewicht schließen.

Hier gibt es beide Batterien etwas günstiger:
https://batterie24.de/search?sSearch=HJTX14H
https://batterie24.de/search?sSearch=HJTZ10S

Wobei anscheinend nur die teurere Variante unseren Batterie Typ (YTZ10-S) ersetzt.
Es war einmal: Solo Minibike, TS50ER, DR500S, CX500C, XT550, XS650C, XT250, SR500, XT600Ténéré, DR650R
Aktuell: XCh ABS + 07'XCo + (Dorsoduro 900)...old man's FoxO-Gen.

DakarBGD
Beiträge: 319
Registriert: 23.04.2013, 09:24
Motorrad: BMW F650GS Dakar

Re: Batterie LiFePo4

Beitrag von DakarBGD » 23.12.2020, 15:02

Völlig verstrahlt...

ich hab für meine LiFePo4 vor 5 Jahren 36 Euro bezahlt - eine JMT mit rotem Deckel (So viel zu "neueste Generation, erkennbar am roten Deckel").
Das die Preise gestiegen sind, ist klar, aber die Zunahme ist ja mehr als deutlich.

Hilft hier zwar nicht weiter, musste ich aber mal kurz los werden.
Grüße aus dem Siegerland :wink:

Antworten