Neuer Titel: Kleiner Motor - großes Drama

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MünchnerBua
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Neuer Titel: Kleiner Motor - großes Drama

Beitrag von MünchnerBua » 11.08.2020, 22:05

Liebe Schrauber, bei Kontrolle des Ölstandes ist mir heute aufgefallen, dass etwas Wasser vom Ölmesstab getropft ist.
Ich habe die WaPU-Welle bereits 2018 tauschen lassen.

Ich bin mir nicht sicher, was ich jetzt am besten machen sollte.

Um bei Adam und Eva anzufangen... als erstes das Öl ab lassen und frisches nachfüllen und beobachten ob es wieder Wasser am STab zu sehen ist, richtig?

Wie würdet ihr vorgehen, bzw. was würdet ihr mir raten? Die RepRom hab ich zum Glück!

Auch wenn ich meine XMoto schon eine Weile fahre, brauche ich für die nächsten Schritte jemanden, der mir den Weg weisen kann.

DIe Zylinderkopdichtung zu tauschen würde ich mir zutrauen, da ich einen PKW-Tiefgaragenstellplatz zur Verfügung habe und nicht aufs Motorrad angewisen bin, das darf also auch dauern.

Ich nehme an, den Motor müsste man sowieso auf machen, um zu überprüfen, ob andere Schäden zu sehen sind?

Vielen Dank für eure Geduld und HIlfe!

Viele Grüße,
Daniel
Zuletzt geändert von MünchnerBua am 12.08.2020, 20:03, insgesamt 2-mal geändert.

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treelo
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Re: Öl im Wasser - Rookieschrauber

Beitrag von treelo » 12.08.2020, 01:08

Wenn das Öl selbst noch dunkel bzw. schwarz ist, wird es wohl nicht die Kopfdichtung sein.
Ansonsten hätte es eine eindeutig milchig, hellbraune Farbe.
Etwas Wasser ist relativ und eventuell lediglich Kondensat durch Kurzstrecken etc. pp.
Hat dein Ölstab Schmodder oben am Gewinde?...dann siehe vorigen Satz.
Falls die WaPu wieder erwartend eine Schuss weg hat, dann, weißt Du bestimmt schon,
tropft Wasser, Öl oder eine Mischung daraus aus der Kontrollöffnung unter der WaPu.

Grüße Stephan
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Re: Öl im Wasser - Rookieschrauber

Beitrag von MünchnerBua » 12.08.2020, 01:40

Danke für deine Antwort Stephan.

Das Öl ist nicht milchig, allerdings minimalster Schaum...
Kein Schmodder...

Jap, da Tropft nichts.

Dann mach ich nochmal eine längere Probefahrt und schaue mir das Öl im Anschluss nochmal an.

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Re: Öl im Wasser - Rookieschrauber

Beitrag von X-Treiber » 12.08.2020, 15:19

Wasser im Öl oder Öl im Wasser?
Die Beschreibung ist eindeutig zweideutig. :mrgreen:

Spaß beiseite...
Wenn du nur einen Tropfen "Etwas" am Ölmessstab gefunden hast, was so aussieht wie Wasser, ist das zunächst unbedenklich.
Ist die Plörre allerdings schaumig und obendrein etwas verfärbt, sollte man wirklich alsbald einen Öl- und Filterwechsel durchführen und weiter beobachten.
Wann wurde es zum letzten mal gewechselt?
Steht das Moped immer in der Tiefgarage oder auch des öfteren draußen? Bei letzterem könnte sich durchaus etwas Kondensat bilden, was jedoch unkritisch ist.
Wird das Fahrzeug primär auf Kurz- oder Langstrecke bewegt? Bei viel Kurzstrecke ist nicht nur Kondenswasser ein Thema, sondern auch Benzin im Öl, was die Schmierfähigkeit deutlich herabsetzt. Riecht der edle Sud also bereits auffällig nach Sprit, ist ebenso ein Wechsel angebracht. Großvolumige Eintöpfe neigen konstruktinsbedingt dazu, so auch der Rotax unserer Xn.

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Re: Öl im Wasser - Rookieschrauber

Beitrag von MünchnerBua » 12.08.2020, 17:24

Hallo XTreiber, ich war wohl etwas aufgeregt 😁

Kurz und knapp:
Ölwechsel vor 5.000 km
Standplatz garage
Öl geruchslos
Keine Strecken unter 30 Minuten Seitdem

Ich muss gestehen, ich hab gestern öl nachgefüllt... bei kaltem motor.. das ist mir auf meiner 1 km langen Probefahrt dann aufgefallen, heute abgelassen

Dann mit offenem Öltank-Deckel angemacht: Aus dem Schlauch vom Block hin zum Behälter führend spritzt es in den Behälter, deshalb habe ich diesen abgezogen und lasse das in die Ölwanne laufen.
Sieht sehr dünnflüssig aus.

Hohe Belastung auf der Heimfahrt war die Etappe mit ultra hoher Hitze in Italien bei warmen Wind selbst bei 130-140 kmh auf der Autobahn... und das 4 Stunden lang mit Pausen
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Zuletzt geändert von MünchnerBua am 12.08.2020, 17:36, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Öl im Wasser - Rookieschrauber

Beitrag von MünchnerBua » 12.08.2020, 17:32

Beim Abstellen des Motors kam gerade ein Geräusch, das nach einem Stellmotor klingt, der in eine Position dreht... Was könnte das sein?

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Re: Wasser im Öl - Rookieschrauber

Beitrag von MünchnerBua » 12.08.2020, 18:36

Zwischenstand:
Die dünnflüssige Spritzer sind fast verebbt, Ölstand i.O.

Ich werde jetzt eine Runde um den Block fahren und dann nochmal den Entlüftungsschlauch abziehen.

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Re: Wasser im Öl - Rookieschrauber

Beitrag von MünchnerBua » 12.08.2020, 19:04

Öl nach kurzer Fahrt mir Schaum im Ölbehälter.
Motor geht langsam aus. Also bei mittlerer Drehzahl dann innerhalb von 10 Sekunden keine Leistungsabgabe mehr bis zum Absterben...
Speingt allerdings sofort wieder an und würde auch weiterlaufen

Ich versteh die Welt nicht mehr.

Habt ihr eine Idee? :|

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Re: Neuer Titel: Kleiner Motor - großes Drama

Beitrag von Doppio » 12.08.2020, 22:10

Leerlaufsteller. Das ist wohl auch das Geräusch, das Du vernommen hast... Zu dem Thema muß wohl nichts mehr gesagt werden, denke ich.

Den Ölstand hast Du nach Meßvorschrift gemäß Betriebshandbuch kontrolliert? Ich habe fast das Gefühl, es ist zu viel Öl drin...

Das Bild vom cappucchinofarbenem Öl wäre mir auch zu cremig, doch das Bild kann ja täuschen....

Schöne Grüße,
Doppio
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Re: Neuer Titel: Kleiner Motor - großes Drama

Beitrag von MünchnerBua » 13.08.2020, 00:42

Den hatte ich vor 2 Monaten gecheckt - minimale Ablagerungen. Ist ja schnell nochmal auf und gereinigt.

Ich hab im Kopf bis 60 gezählt, ansonsten nach Vorschrift, ja.

Das fuchst mich, dass ich keine eigene Garage hab, in der man lange Schrauben kann. In der TG hör ich spätestens um 23 Uhr auf, ich will mich ja kicht unbeliebt machen...

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Re: Neuer Titel: Kleiner Motor - großes Drama

Beitrag von treelo » 13.08.2020, 01:47

Cappuccino Farbe sollte das Öl aber nicht sein...eher in Richtung Espresso, meinetwegen auch mit (schwarzem) Schaum drauf.
worst case scenario, doch die Kopfdichtung.
Finaler Check...Deckel vom Kühler, kalten Motor starten und hoffen das beim leichten Gasgeben das Kühlwasser nicht blubbert.
Falls Du mit Synthetisches Öl fährst, wäre jetzt sowieso ein Ölwechsel angebracht, da die zugesetzten Additive begrenzt haltbar sind.
130-140km/h bei hochsommerlichen Temperaturen und dies über mehrere Stunden ist schon eine Hausnummer für sich.

Grüße Stephan
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Re: Neuer Titel: Kleiner Motor - großes Drama

Beitrag von inti » 13.08.2020, 08:46

Vielleicht sollte man auch im Auge behalten, welche Farbe das Öl im Neuzustand hatte. Ich habe mal voll die Panik geschoben, weil es so bräunlich war, bis ich den Rest Öl in dem Motul Kanister sah. Der war schön rot. Wenn ich jedoch goldgelbes Shell reinkippe, sollte ich mir bei gleicher Farbe schon mal Gedanken machen

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Re: Neuer Titel: Kleiner Motor - großes Drama

Beitrag von DrWolle » 13.08.2020, 09:09

Hmh,
bei dieser Farbe des Öls und der schaumigen Oberfläche ist Wasser im Öl, und da du Kurzstrecken ausgeschlossen hast ist meine Vermutung ebenfalls eine durchgebrannte Zylinderkopfdichtung.
Ich würde den Motor aufmachen... Vielleicht vorher noch einmal den Deckel vom Kühler und starten wie Treelo schon vorgeschlagen hat. Zu meiner Zeit gab es ein Teil, was man auf den Kühlerverschluss setzen konnte mit einer Flüssigkeit, die auf Verbrennungsgase reagiert als Test, ob die Kopfdichtung wirklich durch ist. Müsste wohl heute auch noch in den Werkstätten genutzt werden.
Gruß Wolle

Wer später bremst ist länger schnell;-)

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Re: Neuer Titel: Kleiner Motor - großes Drama

Beitrag von Andreasmc » 13.08.2020, 09:18

Also keine Panik, bevor ich den Motor aufmache....
So schlecht sieht das Öl nicht aus, wenn Wasser drin wäre sieht das Öl anders aus...

Grüße Andreas
Wer mit Ungeheuern kämpft, muss zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird.

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Re: Neuer Titel: Kleiner Motor - großes Drama

Beitrag von Doppio » 13.08.2020, 09:33

Ja, sieht lecker aus... Noch einen Löffel Zucker, und er ist perfekt, der Cappuccino! ;-)

Ist das eigentlich der original Öleinfüllstutzen der Xmoto? Also die Ölmeßstabstelle? Bei meiner Xco ist dort ein Schraubgewinde...Bild
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